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https://autor-peter-schmidt-literaturblogs.blogspot.com/2023/06/link-zu-peter-schmidt-auf-wikipedia.html Einsteins
Gehirn
ZUM BUCH
Nach Einsteins Tod stahl der Pathologe Thomas Harvey das Gehirn des Schöpfers der Relativitätstheorie. Als es nach jahrelanger Odyssee ins Princeton Hospital zurückkehrt, beauftragt ein Schweizer Verehrer des Genies den Ganoven Edwin Klein die kostbare Reliquie nach Europa zu bringen. Doch es kommt zu einer kuriosen Verwechslung. Ein halbes Jahrhundert später stößt der 14-jährige Albert im Keller seines Vaters auf eine Stickstoffflasche … und löst während einer furiosen Odyssee um den Globus das Rätsel seiner wahren Herkunft.
Ein Feuerwerk aus Witz und Überraschungen, umwerfender Komik und intellektuellem Tiefgang. Und ein Kriminalroman der etwas anderen Art.
LESERSTIMMEN
Genialer Klugscheißer. Ein 14-jähriges Universalgenie jagt auf einer irrwitzigen Weltreise der Frage nach, ob er der Sohn von Albert Einstein ist. Autor Peter Schmidt hat mit «Einsteins Gehirn» einen lupenreinen Lügenroman hingelegt. (Basler Zeitung)
Roman
mit "kriminellem Hintergrund"
mit "kriminellem Hintergrund"
Erweiterte Neuausgabe der
Erstausgabe im Gmeiner Verlag, Meßkirch
Erstausgabe im Gmeiner Verlag, Meßkirch
Nach Einsteins Tod stahl der Pathologe Thomas Harvey das Gehirn des Schöpfers der Relativitätstheorie. Als es nach jahrelanger Odyssee ins Princeton Hospital zurückkehrt, beauftragt ein Schweizer Verehrer des Genies den Ganoven Edwin Klein die kostbare Reliquie nach Europa zu bringen. Doch es kommt zu einer kuriosen Verwechslung. Ein halbes Jahrhundert später stößt der 14-jährige Albert im Keller seines Vaters auf eine Stickstoffflasche … und löst während einer furiosen Odyssee um den Globus das Rätsel seiner wahren Herkunft.
Ein Feuerwerk aus Witz und Überraschungen, umwerfender Komik und intellektuellem Tiefgang. Und ein Kriminalroman der etwas anderen Art.
LESERSTIMMEN
Absolute Spannung, Tiefgang, dichte Handlung und rätselhafter Inhalt
geben dem Buch für mich eine furiose und bemerkenswerte inhaltlich
reizvolle und auch literarisch wertvolle Leselust.“„100 von 100 Punkten
!!! (Heidi Zengerling, amazon)
Peter Schmidts 'Einsteins Gehirn'
ist eine kuriose Mischung aus durchgeknallter Kriminalgeschichte und
parodistischem Coming-of-age-Roman. Wer’s gern schräg, witzig und
intelligent mag, wird hier bestens unterhalten! Heide Dessel (Extratipp,
Mönchengladbach)
Fünf Sterne: Einfach Klasse.... 1++++. Hallo
liebe Leser, wie mein Vorredner schon geschrieben hat, das Buch ist
einfach nur SPITZE. Ich kann es jedem empfehlen. Ich lese nicht oft,
aber dieses Buch ist..........KLASSE!!!! 1+++++ FAZIT: Kaufen und
lesen!!!! (Arda Aydin, Amazon)
Ein witziges Buch, im Verlauf der Geschichte laden kuriose Überraschungen zum Lachen ein! Sehr unterhaltsam! (literatur-blog)
Peter Schmidt erzählt die Geschichte aus Sicht von Albert und somit ist
sein Schreibstil zuweilen herrlich respektlos, geradlinig, voller
Wortwitz und oft sehr tiefschürfend. (Belles Leseinsel)
Genialer Klugscheißer. Ein 14-jähriges Universalgenie jagt auf einer irrwitzigen Weltreise der Frage nach, ob er der Sohn von Albert Einstein ist. Autor Peter Schmidt hat mit «Einsteins Gehirn» einen lupenreinen Lügenroman hingelegt. (Basler Zeitung)
Geniale Satire. Einfach Klasse.
Peter Schmidt erfindet ein neues Genre. Den satirischen
Philosophen-Krimi. Lesen, lesen, weiterempfehlen. Ich lese es jetzt zum
dritten Male und entdecke immer wieder was Neues. (W. Karsten, Amazon)
Der Leser darf mit Albert gemeinsam um die Welt reisen, um die
Geschichte aufzuklären. Kuriose Verwechslungen, die im Laufe des Buches
und der Suche Alberts nach den Hintergründen stattfinden sind genauso
faszinierend wie das Buch überhaupt. Der Idee und deren Umsetzung gilt
ein großes Lob. (trudel, buchlemmi.de)
Link zum eBook im ePUB-Format bei Kobo
Paperback & eBook-Ausgaben
(Amazon, Kobo, Tolino)
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"Einer der tiefgründigsten
und hinterhältigsten Thriller, die je
geschrieben wurden ..."
ZUM BUCH
Professor Hollando, Nobelpreisträger im Fach Medizin, hat als Hirnforscher
einen
genetischen Schalter entdeckt, der sowohl für körperliches wie seelisches Leiden – Schmerzen, Angst, Depressionen – verantwortlich ist. Eine Entdeckung, die Medizin-
geschichte schreiben könnte …
genetischen Schalter entdeckt, der sowohl für körperliches wie seelisches Leiden – Schmerzen, Angst, Depressionen – verantwortlich ist. Eine Entdeckung, die Medizin-
geschichte schreiben könnte …
Carolin ist von Cesare Hollando
nicht nur als Wissenschaftler fasziniert und folgt ihm zur Preisverleihung
nach Stockholm. Sie will unbedingt in den engeren Arbeitskreis seiner
Studenten aufgenommen werden.
Da ihr Bruder Robert gerade
zum Hauptkommissar befördert wurde, bittet sie Hollando als ehemaligen
Profiler um Rat in einem mysteriösen Fall von Frauen, die alle auf rätselhafte
Weise ihr Gedächtnis verloren haben. Sie können sich weder an ihre Namen
erinnern, noch was mit ihnen passiert ist.
Der Körper einer Frau ist
voller blauer Flecke. Eine andere macht dauernd obszöne Bemerkungen. Ein
drittes Opfer war bei der Vernehmung kahl geschoren.
Besonders verstörend: Das
rechte Auge eines vierten Opfers wurde über dem Altar der Kirche St. Maria
Magdalena an einer Angelschnur gefunden …
Doch bei Roberts Nachforschungen
gerät Carolin selbst ins Visier des Täters. Der entpuppt sich als Gegner
mit unerwarteten Fähigkeiten. Das Böse scheint ein nie da gewesenes
Hochfest raffinierter Grausamkeiten zu zelebrieren …
Schon bald geht es nicht mehr
nur um Sieg und Niederlage und Carolins Überleben, sondern um die Deutungshoheit
zweier geistiger Giganten – Täter und Opfer – über den wahren Charakter
der menschlichen Natur.
- "Allen voran konnte die von vorne bis hinten aufrechterhaltene Spannung überzeugen. Neben dem gekonnten Schreibstil waren wir von der an sich schon interessanten Thematik sehr angetan, die durch gut recherchierte, gesellschaftskritische, philosophische und wissenschaftliche Fakten ergänzt wird." ("Eine Studentin" - Thriller, F.Schäfer)
- "Das Finale fand ich wirklich überraschend, denn der Leser wird mit der Frage nach Hause geschickt, wer hier denn eigentlich das Monster ist und man klappt das Buch irritiert und grübelnd zu." (Christina Benedikt im Blog "Die dunklen Fälle" über "Eine Studentin", Thriller)
Paperback
ISBN: 978-1717843135
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Taschenbuch
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Historischer Thriller
DYSTOPIE, DIE UM EIN HAAR WAHR GEWORDEN WÄRE ...
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WIE HAARSCHARF DIE WELT EIGENTLICH AM
ENDSIEG HITLERS VORBEIGEGANGEN IST …
WIE HAARSCHARF DIE WELT EIGENTLICH AM
ENDSIEG HITLERS VORBEIGEGANGEN IST …
Welchen Verlauf hätte die Weltgeschichte genommen, wenn die
ersten beiden Atombomben nicht 1945 durch die USA auf Hiroshima und Nagasaki
abgeworfen worden wären, sondern schon 1943 von Nazi-Deutschland auf Moskau und
Washington?
– Kriegsentscheidende Wende durch deutschen Spion im amerikanischen „Manhattan Projekt“…
– Mit entwendeten Konstruktionsplänen erstmals erfolgreich gezielte Kettenreaktion in Versuchslabor bei Nordhausen reproduziert …
– Hitlers Bombe verändert ab Februar 1943 den Lauf der Weltgeschichte …
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, nach der Niederlage bei Stalingrad und
der Vernichtung der 6. Armee, als für Adolf Hitler die militärische Wende
absehbar ist, nehmen die bisher eher als Propaganda angedrohten
kriegsentscheidenden „Wunderwaffen“ unerwartet reale Gestalt an: Bisher sind
alle Versuche deutscher Physiker zum Bau einer Atombombe gescheitert, wie sie
die Physiker Heisenberg, Hahn und von Weizsäcker für möglich halten.
Doch als man beim Manhattan-Projekt in den USA entdeckt, wie sich eine gezielte
Kettenreaktion erzeugen lässt und welcher Art die kritische Masse und
erforderliche Menge an Explosivmaterial ist, verrät ein deutschstämmiger Spion
in Los Alamos die fehlenden Daten an die Nazis und Adolf Hitler beauftragt ein
geheimes Forscherteam in Nordhausen mit dem Bau der Bombe. Von diesem Zeitpunkt
an ist der Diktator mehr denn je überzeugt, trotz Niederlagen an wichtigen
Frontabschnitten und Bombenangriffen der Alliierten auf deutsche Städte den
Krieg zu gewinnen und doch noch die Weltherrschaft zu erlangen ...
➜ „Moskau – Washington“ erzählt die Geschichte des begabten jungen Physikers Klaus von Münsterberg, der in Hitlers geheimem Forschungslabor bei Nordhausen die Bombe für die Nazis entwickelt. Er handelt dabei in gutem Glauben, ein Gleichgewicht atomarer Abschreckung zwischen den Weltmächten zu erreichen. Adolf Hitler gelingt es jedoch mit dem Abwurf von zwei Atombomben auf Moskau und Washington sowohl Stalins wie auch Roosevelts Nachfolger zur Kapitulation zu zwingen. Nach triumphalen Siegesparaden in New York und Leningrad wird eine Epoche nationalsozialistischer Weltherrschaft eingeleitet …
… doch dann nimmt die Weltgeschichte durch ein unvorhergesehenes Ereignis an Hitlers 54. Geburtstag im April 1943 noch einmal einen überraschend anderen Verlauf …
DER AUTOR ÜBER SEIN NEUES BUCH:
"Wichtig war mir die reale politische Ausgangsituation des
Thrillers, die erschreckende – und immer noch
gegenwärtige – Nähe und Gefahr eines Atomkriegs und seiner Folgen durch
Überrüstung: Nicht satirisch-parodistisch (Timur Vermes: „Er ist wieder da“),
oder als eher gespenstische Himmler-Nachfolge im Nazideutschland nach
geglücktem Attentat auf Hitler (von Ditfurth: „Der 21. Juli“), oder als Vision
fast 20 Jahre nach dem Krieg (Robert Harris: „Vaterland“): Sondern „Moskau –
Washington“ zeichnet mit äußerster historischer und technischer Präzision nach,
welches Szenario strategisch bei Berücksichtigung aller Fakten am
naheliegendsten gewesen wäre. Wie hauchdünn die Welt eigentlich am Endsieg
Hitlers vorbeigegangen ist …
Wie sich gezeigt
hat, war es angesichts der erfolgreichen Spionagetätigkeit der Sowjets beim
amerikanischen Manhattan Projekt (Klaus Fuchs, Theodore Alvin Hall) nur einem
Glückfall zu verdanken, dass Hitler nicht früher zum Zuge kam.“
Auch als eBook erhältlich:
__________________________________
AUSBRUCH EINER EPIDEMIE IN BERLIN ...
Offiziell heißt das Projekt
„Virus 31“ – das einunddreißigste Virus, das Doktor Johnson im Auftrage
des Gesundheitsministeriums von seinen beiden Forschungsteams
untersuchen lässt, ob sich sein Erbmaterial zur Eindämmung von
Grippeepidemien eignet. Wenig später gerät das Projekt aus den Fugen –
eine Epidemie bricht aus und Berlin versinkt im Chaos, wird zur
hermetisch abgeriegelten Sperrzone, zum Quarantänegebiet mit hohen
Stahlzäunen – ein Konzentrationslager, in dem Chaos und das Recht des
Stärkeren herrschen. Und draußen warten bereits die Fluchthelfer ...
PRESSESTIMMEN
“Genau
recherchierte Fakten aus dem Mikrokosmos der Genetik verbinden sich mit
der Phantasie des Autors zu einem Horrorszenario, das seine Spannung
aus dem Realismus der gestellten Szenerie gewinnt.”
(Südwest Presse)
„Der Westfale Peter Schmidt ist als erster deutscher Autor erfolgreich ins angloamerikanische Thriller-Monopol eingebrochen.“
(Capital)
„Sage
noch einer, die Deutschen könnten keine guten Krimis schreiben. Und wie
sie können: Spannend, hochaktuell und eine gehörige Portion Ironie.“
(Gießener Anzeiger)
„Unter
den deutschen Kriminalschriftstellern ist der Westfale Schmidt fraglos
einer der wenigen, die wirklich erzählerisches Format besitzen.“
(Hamburger Abendblatt)
Winger
Die Regeln der Gewalt
Das Prinzip von Hell und Dunkel - SF-Thriller
Das Veteranentreffen
Die andere Schwester
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Montag oder Die Reise nach innen
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Der Agentenjäger. Thriller. Rowohlt Verlag. Überarb. Neuausgabe, eBook: amazon
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Die Stunde des Geschichtenerzählers. Agententhriller. Rowohlt Verlag. Überarb. Neuausgabe, eBook: amazon
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Erfindergeist. Agententhriller. Rowohlt Verlag. Überarb. Neuausgabe, eBook: amazon
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Mehnerts Fall. Agententhriller. Rowohlt Verlag. Überarb. Neuausgabe, eBook: amazon
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Das Veteranentreffen. Agententhriller. Rowohlt Verlag. eBook: amazon
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Die Regeln der Gewalt. Roman über den Terrorismus. Rowohlt Verlag. eBook: amazon
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Der Mädchenfänger. Psycho-Thriller. Rasch und Röhring Verlag. eBook: amazon
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Schafspelz. Thriller. Rasch und Röhring Verlag. TB: Goldmann. eBook: amazon
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Harris. Psycho-Thriller. Rasch und Röhring Verlag. eBook: amazon
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2999 Das dritte Millennium. Rowohlt Verlag. SF-Thriller. eBook: amazon
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Montag oder Die Reise nach innen. Roman. Droemer Verlag. eBook: amazon
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Winger, Detektivroman/Thriller. Rasch und Röhring Verlag. eBook: amazon
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Roulett. Gaunerkomödie. Rowohlt Verlag. eBook: amazon
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Trojanische Pferde, Thriller. eBook: amazon
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Linders Liste. Kriminalkomödie. Rowohlt Verlag. eBook: amazon
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Feuervogel. Thriller (Pseudonym Mike Jaeger). Rowohlt Verlag. eBook: amazon
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Die andere Schwester. Polit-Triller. Rasch und Röhring Verlag. TB: Goldmann. eBook: amazon
Krimikritiker
Rudi Kost über den Autor Peter Schmidt
(Aus: „Der kleine Herzog“.
Thriller, Rowohlt Verlag, Reinbek)
Ob denn die Deutschen, war seinerzeit eine beliebte Spekulation,
überhaupt zum Kriminalroman taugten? Die Frage hat sich mittlerweile selbst
beantwortet, und an ihrer Stelle ließe sich darüber räsonieren, wie es denn
die Deutschen mit dem Polit-Thriller hielten.
Tatsächlich: Die Themen lagen
auf der Straße, aufgehoben aber haben sie lange Zeit nur die Amerikaner und
Engländer. Sie kannten sich bestens aus hinter den Kulissen deutscher Politik
oder mit den deutsch-deutschen Grenzgängern, wussten um jeden Schlupfwinkel der
Spionagehochburg Berlin.
Das ist nicht bloß ein literarisches Phänomen, sondern mehr noch eine Frage des Bewusstseins, der politischen Weitsicht, hat auch zu tun mit dem Verdrängungsschlaf, den man hierzulande pflegt. Die anderen – ja; aber wir doch nicht! Unterdessen ist man eines besseren belehrt und traut denen da oben alle Gemeinheiten zu.
Das ist nicht bloß ein literarisches Phänomen, sondern mehr noch eine Frage des Bewusstseins, der politischen Weitsicht, hat auch zu tun mit dem Verdrängungsschlaf, den man hierzulande pflegt. Die anderen – ja; aber wir doch nicht! Unterdessen ist man eines besseren belehrt und traut denen da oben alle Gemeinheiten zu.
Schlechte Zeiten für
Thriller-Autoren, sollte man meinen. Was ihrer Phantasie entspringt, wird von
den Nachrichtensendungen desavouiert, die Obszönität der Fakten degradiert die
Fiktion zur Kümmerlichkeit. Jeder Autor beeilt sich zu versichern, sein Lektor
hätte ihm das Manuskript um die Ohren gehauen, hätte er ihm vorher die
Geschichte jenes Ministerpräsidenten Dr. U. B. angeboten, der … Aber das wissen
wir ja alle.
Wissen wir auch alles? Ein
Satz, an dem ich beim Wiederlesen hängengeblieben bin: „ Womöglich gab es so
etwas wie die ‚Wirklichkeit’ gar nicht, und alles, was wirklich genannt werden
konnte, bestand aus nichts weiter als den Geschichten, die man darüber erzählte.“
(Die Stunde des Geschichtenerzählers)
Trotz der Bananen, die in dieser unserer Republik überreichlich gedeihen, trotz
der Heerschar der Reporter, die sie pflücken, erfährt man über „ die“
Wirklichkeit vielleicht immer noch am meisten in den Büchern, die nicht darüber
geschrieben werden. Zum Beispiel bei Peter Schmidt.
Peter Schmidt hat nie der
Wirklichkeit hinterhergehechelt. Er nimmt sie als Anlass, als Spielmaterial.
Und er spielt damit, wie nur Kinder, Narren oder Dichter spielen können:
konsequent bis ins Detail, unerbittlich bis zur Grausamkeit. Es ist tatsächlich
ein Spiel: als ob, oder auch: was wäre, wenn.
Lassen wir einmal gerafft die
Plots einiger seiner Romane Revue passieren: Der Fraktionsvorsitzende der
Bonner Regierungspartei soll durch ein Komplott des DDR-Geheimdienstes gestürzt
werden (Mehnerts Fall, 1981); der
westdeutsche Geheimdienst will einen seiner Mitarbeiter beseitigen, weil der
zuviel weiß (Die Trophäe, 1982.);
eine obskure Dienststelle überprüft, ob es sich bei Überläufern nicht um
eingeschleuste Agenten handelt (Augenschein,
1983); eine Gruppe von westdeutschen Terroristen plant ihren großen Coup, ohne
zu ahnen, dass sie von Agenten infiltriert ist (Die Regeln der Gewalt, 1984); der ins Gerede gekommene MAD begegnet
der geplanten Übernahme durch den BND mit einer kühl inszenierten Intrige (Erfindergeist, 1985).
Auch ohne das Gedächtnis allzu
sehr strapazieren zu müssen, springt sofort ins Auge, dass Peter Schmidt
prallvoll Realität präsentiert. Das waren Themen, die seinerzeit aktuell
waren, von Guillaume bis Kießling. Also doch Schlüsselromane? Es ist eher so,
wie Kritiker das in solchen Fällen gern formulieren: Peter Schmidt schreibt
hart an der Wirklichkeit entlang, sorgfältige Milieuschilderungen und penible
Recherchen über technische Details eingeschlossen. „Dies ist schließlich“, hat
Peter Schmidt einmal gesagt, „ wie wir alle wissen, in beträchtlichem Maße auch
eine Welt des gesellschaftlichen oder politischen Verbrechens, und ich wüsste
nicht, welche andere Literaturform das angemessen darstellen könnte. Natürlich
muss man dabei erzählerisch überhöhen, komprimieren, um Bedrängnisse und
Motive, Zwänge oder verpasste Möglichkeiten nachfühlbar zu machen. Das
unterscheidet den Roman nach meinem Geschmack von platter Reportage.“
Schlüsselromane sind es aber
doch. Freilich liefern sie den Schlüssel zu etwas ganz anderem, als der Begriff
gemeinhin meint. Noch einmal ein Zitat: „ Was sich dort [im Geheimdienstmilieu]
abspielte, war ein Mikrokosmos menschlicher Schwächen und Leidenschaften, der
wie unter dem Vergrößerungsglas und Seziermesser verdeutlichte und bloßlegte,
was auch im täglichen Leben(nur besser verdeckt und weniger komprimiert) an der
Tagesordnung war.“ (Die Stunde des
Geschichtenerzählers)
So wichtig die raffiniert
eingefädelte, doppelbödige, absichtlich verwirrte Handlung auch ist (und in der
Hinsicht ist beispielshalber Erfindergeist
kaum zu überbieten): Hinter den Plots steckt mehr, anderes, als die dürre
Nacherzählung vermuten läßt. Es geht Peter Schmidt immer um die Menschen, die
agieren oder reagieren müssen. Es geht um die Macher, die gnadenlos ihre
Komplotte einfädeln, es geht um die Opfer, die sich im Netz der Intrigen
verheddern, und schaut man genau hin, ist jeder Macher und Opfer zugleich. Der
kleine Macher das Opfer der großen Macher, die großen die Opfer ihrer selbst.
Was da ausgeheckt und durchgezogen wird, ist allenfalls noch in der
literarischen Schlusspointe zu durchschauen. Das Komplott gewinnt eine solche
Eigendynamik, dass sich keiner mehr entziehen kann, auch die Initiatoren nicht,
dass es im Grunde nicht mehr zu stoppen ist. Nur der Zwang, zum Schluss kommen
zu müssen, setzt ein Ende. Eigentlich schreibt Peter Schmidt Endlos-Romane. Mit
der letzten Buchseite sind sie noch lange nicht abgeschlossen, der Fluch der
bösen Tat wirkt weiter, immer weiter. Schon, weil die Heiden Peter Schmidts,
und das unterscheidet ihn grundlegend von den meisten Thriller-Autoren, am Ende
nicht über das Böse triumphieren, dem sie in einem grandiosen Vernichtungsfeldzug
den Garaus gemacht haben.
Sie können das gar nicht,
allein deshalb nicht, weil sie keine Heiden sind. Dazu passt ein Aperçu aus
dem vorliegenden Roman: „Die Helden sind ausgestorben, die Potenten nur noch
Muskelmaschinen, Automaten ohne Gefühle. An ihre Steile treten jetzt die Versager.“
Das ist eine präzise politische, gesellschaftliche Situationsbeschreibung. Und
wenn oben das schwergewichtige Nichts gähnt, haben die in den Ebenen darunter
erst recht keine Chance mehr. Wenn der Drachen konturenlos geworden ist, kann
er nicht mehr besiegt werden.
„Der kleine Herzog“ ist, so gesehen, ein bitterböser Kommentar zum
Zeitgeist, zum Triumph der Mittelmäßigkeit. Man kann ihn belächeln und
verhöhnen — und übersieht dabei seine Gefährlichkeit. Man kann
eine Zeitlang Widerstand leisten und dann entweder scheitern oder kriechen.
In zumindest einer Beziehung
reiht sich „Der kleine Herzog“ nahtlos in die bisherigen Romane ein. Peter
Schmidt hat bei jedem Buch nach einer neuen Tonlage, nach anderen Erzählmitteln
gesucht. Peter Schmidts Bandbreite ist darum enorm. Sie reicht von den harten
Polit-Thrillern, von denen hier die Rede war, bis zu Farcen wie Eiszeit für Maulhelden (1983) oder Linders Liste (1988), bis
zu Zukunftsromanen (keine Utopien!) wie Das
Prinzip von Hell und Dunkel (1986) oder
Die fünfte Macht (1989).
Dabei sind Entwicklungen
durchaus auszumachen. Wie sich Peter Schmidt von der Ausschließlichkeit der
deutsch-deutschen Geheimdienstduelle mehr und mehr gelöst hat und zum
binnendeutschen Kern vorgestoßen ist, hat sich der Erzählton gewandelt von der
anfangs kühlen, nahezu spröden Distanz zu einer Haltung, die ich philosophisch
nennen möchte. Gelassenheit, die man oft dem Philosophen zuschreibt, ist damit
nicht gemeint. Eher die Absage an das jederzeit Machbare, der Verlust des
Glaubens an das Prinzip Hoffnung. Ein Hauch von Nihilismus. Der Antrieb in den
Romanen Peter Schmidts waren noch nie Ideologien, sondern Machtfragen; keiner
hat sich darüber Illusionen gemacht. In der Stunde
des Geschichtenerzählers heißt es einmal: „Man muss sich früh entscheiden,
welchen Lügen man glauben will.“
„Der kleine Herzog“ bündelt viele der Themen und
Motive aus Peter Schmidts bisherigem Werk, und wer will, kann auch – mitunter
nur versteckte, vielfach paraphrasierte – Anleihen bei Kollegen ausfindig
machen. Einen Serienhelden hat sich Peter Schmidt, zugunsten der Vielfalt,
versagt. Gleichwohl lassen sich Verbindungslinien ziehen, werden Themen wieder
aufgegriffen (man vergleiche beispielsweise Die
Trophäe mit der Stunde des Geschichtenerzählers),
tauchen Figuren in Nebenrollen wieder auf. Im vorliegenden Buch ist es, als
Testamentsvollstrecker des kleinen Herzogs, Känder aus Erfindergeist, keine Nebenfigur diesmal, sondern einer, der an den
Fäden zieht, wie er es schon einmal getan hat. Sind wir da schon beim
Endlos-Roman, bei der nächsten Fortsetzung aus dem großen Buch, das da Leben
heißt? Es sei dem Leser empfohlen, bei Peter Schmidt nachzulesen, was sich seit
Erfindergeist getan, vielleicht auch verändert hat. Politisch wie literarisch.
Copyright © Rudi Kost
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GEN CRASH: Thriller (Pseudonym Peter Cahn)

Die Kraft der positiven Gefühle: Mit neuen Mentaltechniken innerlich frei werden

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(Lizenz der Hardcover-Ausgabe, Pseudonym Peter Cahn)
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Privatdetektiv Winger auf den Spuren eines der größten Coups der Nachkriegsgeschichte ...
„Sie erklärten mir, ich solle einen Laden ausheben, der mit Thai-Mädchen handele, irgendein finsteres Etablissement am Rande der Stadt, wo die Fassaden immer grauer werden, die Toreinfahrten dunkler und die Straßenlaternen so aussehen, als seien sie auf halbe Kraft geschaltet. Sie sagten: 'Ihre schmierige kleine Detektei wirft doch kaum genug ab, um sich über Wasser zu halten, Winger. Also setzen Sie mal Ihre Fäuste für uns ein. Ihr Verstand ist dabei nicht gefragt, wir brauchen jemanden, der kräftig zupacken kann und keine Angst vor blauen Flecken hat.'” - Schnelles Geld für Privatdetektiv Winger?
eBook im ePUB-Format - Kobo
eBook Kindle-Format Amazon
Link zu vergriffenen Titeln, die im Antiquariat
und Internet noch erhältlich sind:
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und Internet noch erhältlich sind:
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Peter Schmidt ist ein deutscher Schriftsteller. Schmidt schrieb zahlreiche Romane im Genre des Politthrillers, Spionageromans, Detektivromans, Psychothrillers, SF-Thrillers und der Kriminalkomödie und veröffentlicht auch unter den Pseudonymen „Peter Cahn“ und „Mike Jaeger“. Er ist - zusammen mit Fred Breinersdorfer - Gründer des "Syndikats", der größten deutschsprachigen Vereinigung der Kriminalschriftsteller.
Inhaltsverzeichnis |
Leben
Schmidt studierte an der Ruhr-Universität Bochum Literaturwissenschaften und Philosophie mit dem Schwerpunkt psychologische Grundlagentheorie.Neben Kriminalliteratur und allgemeiner Belletristik (Satire, philosophischer Roman) hat Peter Schmidt auch Sachbücher über eigene Forschungen zum Verständnis der Begriffe Gefühl und Emotion, der Theorie der Emotionalen Intelligenz und der philosophischen Werttheorie verfasst.
Kritik
Zur Zeit des Ost-Westkonflikts bezeichnete die Kritik Schmidt als „einzigen ernst zunehmenden Autor im Agenten-Genre“ (Stern). Mit seinem Roman Schafspelz sei er „als erster deutscher Autor erfolgreich ins angloamerikanische Thriller-Monopol eingebrochen“ (Capital). Schmidt nahm in seinen Romanen modellhaft zahlreiche politische Entwicklungen vorweg, so etwa die Zusammenarbeit des Ministeriums für Staatssicherheit mit der RAF (Die Regeln der Gewalt, 1984, Neuausgabe 2008) oder die Schalck-Golodkowski-Geschäfte der DDR-Regierung zur Devisenbeschaffung (Ein Fall von großer Redlichkeit), was ihm zeitweilig bei Reisen im Ostblock die Verfolgung durch die Stasi eintrug. Sein Credo für den Thriller fasste er in folgende Worte: „Im Polit-Thriller bedeutet dieses Hinausgehen über die bloße, aber erwünschte Unterhaltung vor allem: 1. Sichtbarmachen realer Strukturen des politischen Verbrechens. 2. Modellmäßiges Weiterdenken möglicher Gefahren.“Mit seinen doppelbödigen und hintergründigen Kriminalkomödien (Linders Liste 1988, Roulette 1992, Schwarzer Freitag 1993) vertritt Schmidt darüber hinaus ein ganz eigenes Genre des literarischen Kriminalromans, in dem Ironie, philosophische Reflexion und satirische Betrachtungsweisen menschlicher Schwächen dominieren. Ausgangspunkt von Einsteins Gehirn (2012) ist ein historisches Verbrechen: Nach Einsteins Tod stahl der Pathologe Thomas Harvey das Gehirn des Schöpfers der Relativitätstheorie. Als es nach jahrelanger Odyssee ins Princeton Hospital zurück gebracht wird, beauftragt ein Schweizer Verehrer des Genies den kleinen Ganoven Edwin Klein die kostbare Reliquie nach Europa zu entführen. Dabei kommt es zu einer kuriosen Verwechslung. Ein halbes Jahrhundert später recherchiert der 14-jährige Albert die Umstände seiner Herkunft, als er im Keller seines Vaters auf eine mysteriöse Stickstoffflasche stößt. Während einer Odyssee um den Globus gelangt Albert – schon bald wegen seiner überragenden intellektuellen Fähigkeiten als neues Wunderkind, ja Universalgenie gefeiert – in die großen Talkshows bei CNN und schließlich sogar auf die Titelseite von TIME MAGAZINE, diskutiert mit dem Dalai-Lama über das Glück, mit Präsident George W. Bush über die Fehler seiner Außenpolitik und während einer Audienz bei Papst Benedikt über die Theodizee – um schließlich das Rätsel seiner wahren Herkunft zu lösen.
In seinem philosophischen Roman Montag oder Die Reise nach innen (1989) beschreibt Schmidt im Sinne eines Entwicklungsromans am Beispiel des begabten jungen Protagonisten Marc Herzbaum die Stufen eines meditativen Bewußtseins zu immer mehr Emotionaler Intelligenz.
Schmidt entwickelte weiter das EQ-Training mit Mentaltechniken wie „Scanning“, „Körper-Desensibilisierung“ und „Problem-Desensibilisierung“ zur Stressbewältigung, durch das u. a. Ängste und andere negative Gefühle leichter beeinflussbar werden sollen. Grundlage solcher Techniken ist ein genaueres Verständnis des Fühlens im Verhältnis zu Werterfahrungen, Werturteilen und Werten. Nach Schmidts Auffassung hat die Philosophie seit der Antike eines ihrer Hauptthemen verfehlt, weil es ihr nicht gelungen war, überzeugend zu ananalysieren, was eigentlich das „Wertvollsein“ in menschlichen Erfahrungen ausmacht. Gerade aus der Einsicht aber, was den genauen Charakter des Positivseins im Leben darstellt, lassen sich wichtige Direktiven für privates und politisches Handeln ableiten. Mangelnde Aufklärung in dieser Frage führt dagegen zu emotionaler Desorientiertheit mit all ihren bekannten gesellschaftlichen Folgen.
In seinen Sachbüchern, die im Sinne praktischer Philosophie auch mentale Ratgeber sind, entwirft Schmidt die Grundzüge einer neuen Werttheorie, die anders als etwa bei Kant, Nietzsche, Scheler oder Hartmann auf der Selbstevidenz des Fühlens als dem entscheidenden Faktor beruht, der Wertvollsein konstituiert, wobei Fühlen weit über die alte Lust- Unlusttheorie des Hedonismus hinausgeht. Nach Schmidts Auffassung sind alle anderen Wertbegründungen am unendlichen Regress des Hinterfragens gescheitert, warum eigentlich etwas ein Wert sei („Attractio-Aversio-Theorie“, Mythos Emotionale Intelligenz 2010, Scanning 2006).
Philosophisch und psychologisch von Belang sind Schmidts phänomenologische Analysen, wie Werte wahrgenommen werden. Danach handelt es sich um Ganzheitsqualitäten je nachdem aus Sinneswahrnehmungen, Empfindungen, gedanklichem Auffassen und Fühlen, sowie Wollensintentionen. Dabei stellen Gefühle als Angenehm- oder Unangenehmsein das eigentliche, die konkrete Wertwahrnehmung konstituierende Moment dar, jedoch selten isoliert, wie z. B. in der Stimmung, sondern eben als weitere neue Qualität („Ganzheitsqualität“), die mehr ist als die Summe ihrer Teile. Fehlt jedoch das konstitutive Moment des Fühlens als Komponente, dann können Werte nur gedanklich wahrgenommen werden (z. B. Werte als „Mittel“ wie Geld, Gesetze, Werkzeuge) und bedürfen immer der Letztbegründung durch den Endwert des Gefühls. Andernfalls handelt es sich um bloßes „Wertmeinen“, das eben gerade deshalb oft zu Bewertungsirrtümern führt. Auf diese Weise sei auch die alte Frage nach der ästhetischen Schönheit zu beantworten. Ein schöner Gegenstand bedarf immer sowohl der inhaltlichen Qualitäten – z. B. Formen und Farben eines Bildes – wie auch der angenehmen Gefühlstönung. Fehlt letztere, kann keine Schönheit wahrgenommen werden. Gefühle sind nach dieser Definition „kontingente“ Qualitäten "sui generis". Schönheit ist daher wie alle anderen Wertqualitäten weder ganz objektiv noch nur subjektiv.
In der Ethik sei ein grundlegender neuer Ansatz darin zu sehen, dass es sich bei den moralischen Werten nicht um starre allgemeingültige Wertqualitäten handele, sondern um ein „progressives System“, dessen Wertrealisierung von der prozentualen Kooperation anderer abhänge (Scanning, S. 107, 146 f). Je mehr Menschen sich daran beteiligten, desto größer die Wahrscheinlichkeit, selbst von seinen Vorteilen betroffen zu sein. Umgekehrt gilt: Je weniger Menschen sich am progressiven Wertessystem beteiligen, desto geringer der zu erwartende Nutzen. Nichtbeteiligung kann dabei durchaus von Vorteil für das Individuum sein, indem es seine Werte egoistisch verwirklicht. Dies führt aber umgekehrt genau anteilig zum Verschwinden der Wertvorteile eines progressiven Systems, wovon dann auch der Egoist betroffen ist.
In Mythos Emotionale Intelligenz (2010) stellt Schmidt unser Alltagsverständnis von Emotionaler Intelligenz, wie es sich seit Daniel Goleman (1995) entwickelt hat, als zu „vage“ und weitgehend folgenlos in Frage und versucht eine präzisere Begriffsbestimmung, die sowohl phänomenologisch wie auch sprachanalytisch den Gegebenheiten gerecht werden will. Danach handelt es sich um die Verwirklichung von "Attractio" (Positivsein des Fühlens) und Vermeidung von "Aversio" (Negativsein des Fühlens) in verschiedenen Modalitäten als umfassende, sich in allen Lebensäußerungen durchsetzende bewusste oder unbewusste Intention, die den Sinn und Wert des Lebens konstituiert. Zitat: „Attractio-Erfahrungen zu steigern und Aversio-Erfahrungen zu vermindern, ist das, was man zu Recht Emotionale Intelligenz oder emotionale Klugheit nennt.“ (S. 188). Immer umfassender die „Grammatik des Fühlens“ zu verstehen, wird von Schmidt als Vollendung der steckengeblieben Aufklärung und entscheidend für unser menschliches Selbstverständnis angesehen, weil es uns vor „emotionalem Irrläufertum“ bewahrt.
Auszeichnungen
- 1986 Deutscher Krimipreis – Platz 2 für Erfindergeist. Rowohlt, Reinbek 1985
- 1987 Deutscher Krimipreis – Platz 1 für Die Stunde des Geschichtenerzählers. Rowohlt, Reinbek 1986
- 1991 Deutscher Krimipreis – Platz 2 für Das Veteranentreffen. Rowohlt, Reinbek 1990
- 1993 Krimi des Monats, SFB / Kultur aktuell für Der Mädchenfänger. Rasch und Röhring, Hamburg 1993
- 1994 Literaturpreis Ruhr für das bisherige Gesamtwerk
Werke
Erzählungen
Erzählungen in zahlreichen AnthologienFernsehen/Radio
- Winger. Kriminalhörspiel. 1987.
- Streit um Drei. Fernsehserie. 1999 (acht Folgen).
Komödien/Satiren
- Eiszeit für Maulhelden. Ullstein, Frankfurt/M. 1984, ISBN 3-548-10234-4.
- Einmal Sonne und zurück. Reisesatiren. Rowohlt, Reinbek 1985, ISBN 3-499-15563-X.
- Von Särgen und nächtlichen Schreien. Makabere Satiren. Rowohlt, Reinbek 1986, ISBN 3-499-15778-0.
- Linders Liste. Rowohlt, Reinbek 1988, ISBN 3-499-42880-6.
- Roulette (KBV-Krimis; Bd. 26). Edition Klein & Blechinger, Elsdorf 1997, ISBN 3-927658-59-6 (früherer Titel Roulett).
- Schwarzer Freitag. Rowohlt, Reinbek 1993, ISBN 3-499-43086-X.
Kriminalromane/Thriller
- Mehnerts Fall. Überarb. Neuausg. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-42774-5.
- Die Trophäe. Überarb. Neuausg. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-49942809-1.
- Augenschein. Politthriller. Ullstein, Frankfurt/M. 1983, ISBN 3-548-10196-8[1]
- Die Regeln der Gewalt. Thriller über den Terrorismus. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-42686-2.
- Ein Fall von großer Redlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1985, ISBN 3-499-42701-X.
- Erfindergeist. Rowohlt, Reinbek 1985, ISBN 3-499-42743-5.
- Die Stunde des Geschichtenerzählers. Rowohlt, Reinbek 1986, ISBN 3-499-42743-5.
- Der EMP-Effekt. Rowohlt, Reinbek 1986, ISBN 3-499-42765-6.
- Der Agentenjäger. Rowohlt, Reinbek 1986, ISBN 3-499-42784-2.
- Der kleine Herzog. Rowohlt, Reinbek 1989, ISBN 3-499-42929-2.
- Das Veteranentreffen. Rowohlt, Reinbek 1990, ISBN 3-499-42942-X.
- Schafspelz. Thriller. Neuausg. Verlag der Criminale, München 2000, ISBN 3-89811-688-3.
- Die andere Schwester. Politthriller. Goldmann, München 1992, ISBN 3-442-05866-X.
- Der Mädchenfänger. Thriller. Verlag Rasch & Röhring, Hamburg 1993, ISBN 3-89136-475-X.
- Winger. Thriller. Verlag Rasch & Röhring, Hamburg 1994, ISBN 3-89136-497-0.
- Harris. Roman. Verlag Rasch & Röhring, Hamburg 1995, ISBN 3-89136-555-1.
- Trojanische Pferde. Verlag Rasch & Röhring, Hamburg 1996, ISBN 3-89136-595-0.
- Eine böse Überraschung. 24 Autoren für 24 Tage. Rowohlt, Reinbek 1998, ISBN 3-499-43296-X. (Kettenroman gemeinsam verfasst von Peter Schmidt, Gisbert Haefs, Regula Venske, Janwillem van de Wetering u.a.)
- Feuervogel. Das Omega-Team, ein Action-Thriller. Rowohlt, Reinbek 1999, ISBN 3-499-43357-5. (unter dem Pseudonym Mike Jaeger)
- Endorphase-X. Medizinthriller. KBV, Hillesheim 2010, ISBN 978-3-940077-77-6.
- Einsteins Gehirn. Kriminalroman. Gmeiner, Meßkirch 2012, ISBN 978-3-8392-1316-2
Romane
- Die Regeln der Gewalt (Kriminelle Sittengeschichte Deutschlands; Bd. 3). Neuausg. Edition Köln, Köln 2008, ISBN 978-3-936791-52-5 (Roman über den Terrorismus).
- Montag oder Die Reise nach innen. Roman. Droemer, München 1998, ISBN 3-426-19459-7 (philosophischer Roman über Emotionale Intelligenz).
SF-Romane/Utopien
- Das Prinzip von Hell und Dunkel. SF-Roman. Heyne, München 1986, ISBN 3-453-31294-5.
- Die fünfte Macht. Rowohlt, Reinbek 1989, ISBN 3-499-42908-X.
- Gen-Crash. Roman. Ullstein, Berlin 1994, ISBN 3-548-24007-0. (unter dem Pseudonym Peter Cahn)
- 2999. Das dritte Millennium. Rowohlt, Reinbek 1999, ISBN 3-499-43350-8.
- Endzeit (Magic Edition; Bd. 3). Edition Blitz, Windeck 2004, ISBN 3-89840-263-0.
Sachbücher
- EQ-Training. Die Praxis der emotionalen Intelligenz Langen-Müller, München 1999, ISBN 3-7844-2752-9.
- Die Kraft der positiven Gefühle. Mit neuen Mentaltechniken innerlich frei werden. Dtv, München 2001, ISBN 3-423-36256-1.
- Stehen Sie drüber. Sich sekundenschnell von negativenGefühlen befreien. MVG, Landsberg 2002, ISBN 3-478-73246-8.
- Scanning. Neue Mentaltechniken gegen emotionalen Stress. Beluga New Media, Herten 2006, ISBN 3-938152-01-X.
- Mythos Emotionale Intelligenz. Kollateral-Verlag, Sulzbach 2010, ISBN 978-3-942408-30-1.
Literatur
- Peter Schmidt und der deutsche Politthriller. In: Jochen Schmidt: Gangster, Opfer, Detektive. Eine Typengeschichte des Kriminalromans. Ullstein, Frankfurt/M. 1989, ISBN 3-548-34488-7, S. 634–645.
- Dieter P. Meier-Lenz im Gespräch mit Peter Schmidt: Der Agententhriller, der aus Deutschland kommt. In: die horen. Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik, Jg. 31 (1986) Nr.144/4, ISSN 0018-4942.
- Rudi Kost: Nachwort. In: Peter Schmidt: Der kleine Herzog. Rowohlt, Reinbek 1989, ISBN 3-499-42929-2.
- Herbert Knorr: Rohstoff aus der Zeitung. In: Peter K. Kirchhof (Hrsg.): Literarische Portraits. 163 Autoren aus Nordrhein-Westfalen. Edition Schwann, Düsseldorf 1991, ISBN 3-491-34104-3.
- Karl-Heinz Jakobs im Gespräch mit Peter Schmidt. In: Neues Deutschland vom 17. Juli 1992, ISSN 0323-3375.
- Armin Zemann: Marlowe’s Enkel. Diplomarbeit im Fach Psychologie über den Roman Schafspelz, Universität München 1994.
- Peter Nusser: Peter Schmidt. In: Ders.: Der Kriminalroman. 3. Aufl. Metzler, Stuttgart 2003, ISBN 3-476-13191-2.
- Rudi Kost, Thomas Klingenmaier: Peter Schmidt. In: Diess.: Steckbriefe. Die Krimi-Kartei von A–Z. Rowohlt, Reinbek 1995, ISBN 3-499-43181-5.
- Hann-Peter Karr: Peter Schmidt. In: Angelika Jockers u.a. (Hrsg.): Lexikon der deutschen Krimi-Autoren. Verlag der Criminale, München 2006, ISBN 3-86520-093-1.
Weblinks
- Literatur von und über Peter Schmidt im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- peter-schmidt.kulturserver-nrw.de
- lwl.org
- krimilexikon.de
- [1]
- [2]
- gesundheitstrends.de
(Aus: WIKIPEDIA)
Liste zu weiteren Literaturlinks:
I m p r e s s u m
Peter Schmidt
Gelsenkirchen
Mail: peter.s c h m i d t 11@arcor.de
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